er der


n-tv.de, 28.04.2012
„Piraten beziehen Position zu Nazis

[…] „Für Proteste unter den Teilnehmern sorgte der Pirat Dietmar Moews, der sich um das Amt des Parteichefs bewarb. Als er der wegen seiner Kritik am „Weltjudentum“ umstrittene Moews das Podium betrat, wurden Buhrufe laut, hunderte Teilnehmer verließen aus Protest den Saal. Auf die traditionelle Befragung des Kandidaten verzichteten die Piraten als Zeichen der Ablehnung.“ […]

Eine Pressemeldung. Man hat von den Problemen der Piratenpartei mit rechtsradikalen Mitgliedern gehört und mit Mitgliedern, die sich antisemitisch, Holocaust-relativierend äußern. Aha. Da ist also wieder so einer und will sogar Vorsitzender werden. Wird aber abgebügelt von den Teilnehmern, alles OK. Das ist der Eindruck, den der Text hinterlässt. Und da ist der kleine Stolperstein, ein Fehler, „er der“, steht da, wo nur „der“ stehen sollte.

Aber so, wie es da steht, so, wie es den Eindruck macht, so ist es nicht. Zufällig kenne ich Dietmar Moews, flüchtig, persönlich, und ab und zu schaue ich in seinen politischenVideoblog „Lichtgeschwindigkeit“ auf youtube. Daher beunruhigen mich die unweigerlich durch den Raum schwirrenden Etiketten wie „Antisemit“, „Rechtsaußen“, „Holocaustleugner“ im Zusammenhang mit Moews und ich schaue genauer hin. Auf stern.de ist zu lesen:

stern.de, 28.04. 10.23h: „Zitate: Umstrittene Äußerungen“ (DPA)

„Weltjudentum“ (Dietmar Moews, Mitglied der Berliner Piraten, am 4. April 2012 in seinem Video-Blog über das Israel-Gedicht von Günter Grass)“

Nur ein einziges Wort. Weltjudentum. Klingt irgendwie nazimäßig. Das haben die doch auch immer gesagt damals. Dann muss das ja ein Nazi sein, wenn der das Wort auch sagt, denkt man, immerhin steht das „umfangreiche“ Zitat in dieser von dpa verbreiteten und in stern.de veröffentlichten Meldung  ja unter „Umstrittene Äußerungen“. Die Nachbarschaft, in die dpa/stern.de Moews im Text einziehen lassen, wird deutlicher, wenn man die „umstrittenen Äußerungen“ vor und nach dem Moews-Zitat mitbetrachtet:

«Zum Beispiel kann ich den Massenmord an den Armeniern leugnen in diesem Land. Das ist nicht strafbar. Aber den Massenmord an den Juden darf ich nicht leugnen. Ich finde, das ist letztendlich eine unzulässige Ungleichbehandlung von vergleichbaren historischen Ereignissen.» (Carsten Schulz, Mitglied der niedersächsischen Piraten, am 13. April 2012 in einem Interview des Norddeutschen Rundfunks)

«Weltjudentum» (Dietmar Moews, Mitglied der Berliner Piraten, am 4. April 2012 in seinem Video-Blog über das Israel-Gedicht von Günter Grass)

«Wenn Polen Deutschland den Krieg erklärt hat (und das hat Polen indirekt durch die Generalmobilmachung), dann hatte Deutschland jede Legitimation, Polen anzugreifen.» (Bodo Thiesen, rheinland-pfälzisches Piraten-Mitglied, auf einer Partei-Mailingliste am 13. Mai 2008)“

Wie auch immer man die Zitate wertet: Das eine Wort „Weltjudentum“ allein rechtfertigt es für dpa, Moews in den Zusammenhang rechtsradikaler, usw … Vorwürfe zu setzen, ihn damit also öffentlich in die Nähe von Antisemiten und Nazis zu bringen, wenn nicht sogar mit ihnen gleichzusetzen. Nur ein einziges Wort. Aber Moews hat, so gut kenne ich den hochgebildeten, hochintelligenten und sehr redefreudigen Künstler, Wissenschaftler und Blogger, sicher mehr gesagt als nur „Weltjudentum“ und dann Schluss und damit einen Kürzerekord aufgestellt in seinen Videos. Was hat er denn nun wirklich gesagt in seinem Blog vom 4. April 2012?

[…] „Zunächst mal hier, mein Idol Alphons Silbermann, der Kölner Soziologe, Auschwitz- Familienleid-Tragender, Verfolgter der Nazis, Emigrant und schließlich als eminenter Soziologe auch zum Thema Antisemitismus, Judentum, Judentum – Volk oder Rasse? , Jüdischkeit, deutsche Juden, jüdische Deutsche usw. Silbermann schreibt, es ist einerlei, wie man das nennt. Er redet aber weder von Zionismius noch von Weltjudentum, aber das ist nun das Thema, auf das ich hier zu kommen habe“ […]

Es geht ihm, wie er da sagt, um eine „soziologische Darlegung des Problems“ (Und das „Problem“ ist die Debatte um das Grass-“Gedicht“ zu Israels Sicherheitspolitik.) spiegelOnline (und viele, viele andere Presseorgane) blasen in dasselbe Horn:

SpiegelOnline. 28.04.2012

Bei der Abstimmung über die Holocaust-Erklärung ragt vorne vor der Bühne unter Hunderten blauen Ja-Stimmkarten nur eine rote Nein-Stimmkarte in die Luft. Es soll die von Dietmar Moews gewesen sein. Auch er wollte Parteichef werden, schwadronierte in Videos über das „Weltjudentum“.

Als Moews am Nachmittag seine Vorstellungsrede hält, erheben sich ein paar Piraten von den Plätzen. Es werden Dutzende, dann mehr als Hundert. Von denen, die bleiben, recken viele ihre roten Stimmkarten in die Luft, es hagelt Pfiffe auf die Bühne. Niemand klatscht nach Moews‘ Rede.“

Wieder so ein Wort, mit dem anderen zusammen wird eine Wendung daraus: „schwadronieren“. Aber hat Moews „über das Weltjudentum schwadroniert“? Weiter im Blog vom 4. April. Da zählt einer Arbeitsthemen eines verdienten – und ehemals verfolgten – jüdischen, deutschen Sozialwissenschaftlers auf. Und das ist „schwadronieren“ über das „Weltjudentum“?

Das „Judentum, das durch die Nazis geschändet worden ist“, führt er an. Spricht so ein „Rechter“, gar ein Antisemit? Er gibt dann seine Einschätzung des Einflusses des israelischen Staates auf europäische, Nato- und US-Politik, die man teilen kann oder auch nicht, man könnte das sogar „Schwadronieren über Israels Militärpolitik“ nennen aber von „Schwadronieren über das Weltjudentum“ keine Spur. Es wird in SpiegelOnline als „Kritik am Weltjudentum“ hingestellt. Das ist es einfach nicht. Moews jedenfalls ist, das ist Arbeitsbasis seines Blogs, aus der Presse umfassend informiert über die Dinge, über die er spricht, stellt Zusammenhänge her und vertritt eine Meinung. Die Presse aber hat hier ganz einfach fahrlässig etwas als Meldung in die Welt gesetzt, was so unscharf, man kann auch sagen: falsch ist, dass es das Gegenteil dessen darstellt, was da ist. Und weitere Presseorgane greifen das auf und verbreiten es weiter, entweder ungeprüft oder bewusst fahrlässig bzw. falsch. In die Zusammenhänge, in die Moews in der Presse gestellt wird, gehört er nur aus einem einzigen Grund: weil er in der Presse so dargestellt wird, und zwar falsch dargestellt wird. Und das hat Folgen: Auf dem Parteitag glauben offensichtlich viele Piraten dieser Darstellung/Einschätzung eines gar nicht so unbekannten und lange verbundenen Parteimitgliedes, entweder wieder ohne die Realität zu kennen, was beschämend wäre, oder ohne sich darum zu kümmern, und das wäre für sie genauso beschämend.

Der Videoblog vom 4. April wendet sich dann weiter unter soziologischen Gesichtspunkten den Lebensbedingungen von Minderheiten und Mehrheiten zu, am Beispiel der jüdischen Minderheiten setzt er das in Bezug zur speziellen Geschichte der Juden in (Nazi-) Deutschland und -Europa und das aus dem Holocaust erwachsene wehrhafte Selbstverständnis Israles – „völlig verständlich“ nennt Moews diese Wehrhaftigkeit, aber letztlich „tragisch“, wenn es sich nicht von der, verständlichen, Fixierung darauf löse und sich „einschwinge“ in die Majorität, wenn man will, die noch zu schaffende Weltgemeinschaft. Man kann dem zustimmen oder nicht, aber das „Kritik am Weltjudentum“ zu nennen, ist ganz einfach falsch, und wenn die Presse das so darstellt und verbreitet, ist es sogar unredlich und kommt nahe an, erfolgreichen, Rufmord heran, wie man auf dem Piratenparteitag deutlich sehen konnte.

Wer (Stand 29.04.08:42h) „“dietmar moews“ weltjudentum kriti“ in google eingibt, bekommt 2400 Ergebnisse. Das ist das Ergebnis nicht von Berichterstattung (Reportage), das ist Ergebnis des Verbreitens von Gerüchten: Kolportage. Dazu geben sich alle Medien her, die das zahlreich und ungeprüft weiterverbreiten.

Die fundamentale Falschheit des ganzen Vorganges findet Ausdruck in einer kleinen sprachlichen und/oder satztechnischen, auf jeden Fall handwerklichen Fehlleistung auf n-tv.de: „er der“, der da, der ist der „Rechte“, der Antisemit, der Nazi. Das hat zwar wohl keiner wörtlich so geschrieben, aber in allen Zusammenhängen, in der Öffentlichkeit, in der Partei der Piraten ist es das massenhafte Ergebnis, die Wahrnehmung, das Ergebnis hoch bedenklicher, weil fahrlässiger oder gar böswilliger journalistischer Praxis.

Bis zum nächsten unschönen Anlass, Ihr M. Wäser

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14 Gedanken zu “er der

  1. alexn 17. Mai 2012 / 00:02

    Hier nun übrigens auch mal eine konkrete Gegendarstellung von Moews, der sich bisher um eine Schlammschlacht im Wahlkampf zu vermiden zurück gehalten und sonst nur hin und wieder was innerhalb seiner anderen Themen erwähnt hat.

    • Michael Wäser 17. Mai 2012 / 08:58

      Danke für den link. Ich bin erschüttert über die Kaltblütigkeit, mit der in „den“ Medien, nun also zuletzt und besonders in BildOnline ein absurder und die ganze Existenz eines humanistisch engagierten Intellektuellen und Künstlers bedrohender Vorwurf weitergetragen und sogar ausgebaut wird, und zwar mit Vorliebe in „Nebensätzen“, die etwas behaupten, was man, weil es im Nebensatz steht, nicht so rasch anzweifelt. Nun also hat Moews laut BildOnline sogar gegen Juden „gehetzt“. Damit wird er von Bild ideologisch auf eine Stufe gestellt mit Goebbels, mit der auf Vernichtung der Juden gerichteten Rethorik. Das ist, und da hat Moews sicher recht, ein Grund für ihn, sich aus juristischen Gründen dagegen zu verwehren. Mir kommt das alles vor, als habe sich die deutsche Journaille ein Opfer ausgeguckt, dass sie, in Nebensätzen, um es nicht ganz so auffällig zu machen, fertig machen will – aus welchen Gründen ist mir aber immer noch ein Rätsel. Vielleicht,wirklich bloß, um etwas Knackiges für die Nebensätze zu haben. Den Begriff „Journaille“ mag ich eigentlich nicht, aber für die Schreiber und Medien, die sich an dieser ehrenrührigen, gefährlichen und ehrlosen Kampagne gegen Moews beteiligen, ist er noch ein Kompliment.

  2. Michael Wäser 7. Mai 2012 / 06:56

    Jemand hat anonym einen hilfreichen link in einem Kommentar geschickt. Da der Kommentar insgesamt aber gegen die Netiquette verstößt, schalte ich ihn nicht frei. Hier aber der der link, für den ich mich herzlich bedanke:

    • Anonymous 7. Mai 2012 / 18:06

      Was genau heißt für dich „gegen die Netiquette“? Die besagt ja nicht, dass man sich nur gegenseitig lobpreisen darf, Kritik ist durchaus erlaubt. Aber vielleicht kannst Du es ja mit eigenen Worten wiedergeben oder das Video selbst bewerten wie Du es mit den Artikel über Moews getan hast.

      Gesagt wird dort doch folgendes:
      – Die Aktion war voll durchgeplant und dirigiert von Ponader
      – Die Aktion war eigentlich in ihrem Ausmaß gegen Carsten Schulz
      – Schulz ist nicht angetreten, statt den Wegfall des Anlasses hinzunehmen sollte die „tolle Aktion“ aber durchgedrückt werden, herhalten musste nun Moews
      – Die Anschuldigungen gegen Moews sind, gerade auch hier deutlich, als widerlegt anzusehen, was sich Ponader natürlich zu akzeptieren weigert
      – Die Vorwüfe waren im Vorfeld schon umstritten und dennoch hat sich Ponader persönlich dazu entschlossen Moews anzugreifen

      Am Ende bleibt also dass Ponader mit seiner Aktion das Rederecht eines Kandidaten aus persönlichen Gründen druch heimlich geplanten Eingriff in den Versammlungsablauf untergraben hat.
      Und das bei einer Partei die sich durch Fairness und Transparenz wieder echter Demokratie zuwenden will. Eine solche Aktion steht im krassen Gegensatz dazu.
      Damit nicht genug gibt Ponader auch im vollen Brustton der Überzeugung zu verstehen, dass er solche Aktionen immer wieder fahren wird.
      Im Zusammenspiel mit dem Stellenwert den eine sorgfälltige Recherche der Vorwürfe und dem Risiko einen Unschuldigen zu treffen bei ihm offenbar einnehmen, gibt es leider nicht viel positives über sein Demokratieverständnis zu berichten.

      Schade, dass er sich erst nach seiner Wahl outet, denn das hätte ich wirklich „auf dem BPT wissen sollen“

      ps:
      Netiquette bedeutet nicht, dass betroffene wie Ponader das geschriebene „nett“ finden müssen. Wer sich öffentlich verhält muss auch die Verantwortung für das Verhalten tragen.

      • Thomas Worldwidewipf 8. Mai 2012 / 02:40

        Ich weiß zwar nicht, wer Du bist, aber Du bist helle und hast verstanden, was da auf dem Parteitag vor sich ging. Moews muss rehabilitiert werden – als Mensch, Demokrat und Menschenfreund, als den ich ihn seit über 20 Jahren kennengelernt habe. Ich mein, der Moews ist für mich wirklich das gelebte Beispiel von Unabhängigkeit und Selberdenken. Ein Lehrstück auch, wie man in die Mühlen des Mobs und der Parteidisziplin oder die Ungeduld der Zapperhirne geraten kann.

    • alexn 9. Mai 2012 / 01:00

      Ich habe mir auf Grund dieser Aktion von Ponader mal ein paar andere Dinge bei youtube angesehen.

      Ganz einfach wird es wohl nicht sich über ihn eine Meinung zu bilden.

      Auf der einen Seite schießt er bekennenderweise lieber auf Verdacht und Risiko falsch zu liegen gegen die Versammlungsordnung und den Demokratieansprich der Piraten als eine aufmerksamkeitsträchtige Aktion zu verpassen.

      Auf der anderen Seite meistert er die Auftritte bei Jauch und Brender grandios. Er zeichnet unter heftigen Angriffen aus allen Richtungen ein Bild einer ruhigen und besonnen Piratenpartei die sich, auch von noch so ernegischem Drängeln anderer in ihrem Denkmustern (zB jeder müsse immer zu allem (und pünktlich nach Termin) eine Meinung haben) gefangenen etablierten Politikern und Journalisten, nicht von einer Beteilugung – des eigentlichen verfassungsgemäßen Souverän dieses Staates – des Volkes abbringen lassen.

      Wir haben 2012 und nicht 1950, die möglichkeiten das Volk an der Politik zu beteiligen sind heute besser als damals irgendwie abzusehen war. Es wird zeit dass jemand diese Möglichkeiten in die Politik bringt, denn die etablierten klammern zu sehr an ihrer Stellung als dass sie „das Volk“ einfach so mitreden lassen würden. Dafür hat sich Ponader wirklich ruhig, unaufgeregt und sachlich stark gemacht, das vor allem bei Jauch unter Umständen die jeder Beschriebung spotten.

      Bis ich mir über ihn im klaren bin wird es wohl noch etwas dauern.

    • Thomas Worldwidewipf 7. Mai 2012 / 13:58

      Das mit dem Verschwörungstheoretiker in dem offenen Brief von Janetzko ist falsch, auch wenn ich es sehr anständig finde, dass er in Sachen Moews und Ponader innachfragt. Aus Ponader ist schon so ein kleiner SED-Bezirkssekretär geworden, der bestimmen will, was gesagt werden darf oder nicht. Das Lustige dabei: Die Grenzen gegen rechtsextremistische Thesen, die er setzt, sind ja richtig. Das Bedenkliche aber ist, dass er Leute ausgrenzt, die diese Grenzen nachweislich nie überschritten haben. Vom Hörensagen und ohne es im Einzelnen geprüft zu haben, wie er selber zugibt! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

      Aber zu der Verschwörungstheorie: Nach allem was ich von Moews gehört oder gelesen habe, ist es eine gewisse Lebenserfahrung und gesundes Misstrauen, wie Sachen in Parteien und Verbänden oder in der Politik getrickst werden (Stichwort „Celler Loch“, was er in einem seiner Blogs auch anspricht). Er kennt seit ca. 30 Jahren die inneren Abläufe von Personalpolitik und Verbänden teils aus nächster Nähe oder von Innen (Grüne, Künstlerverbände, SPD; Gewerkschaften etc.). Er hat sich auch intensiv mit den Themen Stasi und Verfassungsschutz/BND auseinandergesetzt und bei dem Interview (http://www.youtube.com/watch?v=q42klv4UlTc) tatsächlich mal den Ball ins Spiel gebracht, inwieweit die Piratenpartei nicht auch Leute vom Verfassungsschutzes beherbergt. Dazu nennt er einige Indizien, sagt aber ganz klar, dass er das auf einzelne Personen im Moment nicht behaupten will. Ich ziehe daraus, dass man wachsam sein soll. Mir reicht es ehrlich gesagt schon, dass die Piraten jetzt einen Vorsitzenden haben, der Beamter im Verteidigungsministerium ist und Auslandseinsätze befürwortet.

  3. Michael Wäser 2. Mai 2012 / 14:18

    Möglicherweise ist das hier
    http://pirantifa.de/index.php/2012/04/27/was-ihr-auf-dem-bpt-wissen-solltet/
    die direkte Ursache für das Verhalten vieler Piraten beim Parteitag. Dazu ist zu sagen: Es bestätigt sich, dass die Informierer ungenau arbeiten und damit fahrlässig. Und dass die so gebrieften Piraten und vermutlich auch Presseleute diese im Ergebnis falsche Darstellung einfach übernehmen und sie verbreiten bzw. danach handeln. In meinem Beitrag „der er“ habe ich die Meldungen und Einschätzungen mit den tatsachen abgeglichen, mit einm Ergebnis, das nicht zum Ruhm der Deuter und Verbreiter gereicht. Durch die falschen und ungenauen Zuschreibungen wurde ein Demokrat und Kosmopolit (der auch Kritik an israelischer Politik äußert) zum Antisemiten gestempelt.

  4. Anonymous 30. April 2012 / 21:30

    Mir ist es zuerst auf faz.net begegnet als Artikel eines kleineren Redakteurs der nach zig Jahren Praktikum endlich mit über 30 eine richtige Stelle bekommen hat und nun mit so einer großen Zeitung im Rücken wohl mal ordentlich auf den Putz hauen wollte:

    Artikel „Relativ rechts“ von Harald Staun 14.04.2012
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/antisemitismus-unter-piraten-relativ-rechts-11717768.html

    Es soll danach wohl auch in der Bild oder zumindest auf Bild.de aufgetaucht sein und wie die Darbietungsform dort ausgesehen haben dürfte ist wohl klar.

    Weiter habe ich jetzt mehrfach versucht in neutralen sprachlich unaufgeregten Leserkommentaren einfach nur auf Moews Quellen, den Juden Prof. Alphons Silbermann so wie die Werke von Knigge, hinzuweisen. Diese Kommentare werden bewusst nicht veröffentlicht.

    Ich kann nur spekulieren dass hier versucht werden soll Herrn Staun des stümperhaften recherchierens zu überführen, immerhin könnte man ihn sogar fragen was er sich denkt die von Moews zitierten Thesen zweier fraglos anerkannter Persönlichkeiten, wo Silbermann selbst Jude war, als antisemitisch auszuweisen.

    • Anonymous 1. Mai 2012 / 11:26

      „Ich kann nur spekulieren dass hier versucht werden soll Herrn Staun des stümperhaften recherchierens zu überführen“

      Es sollte natürlichen heißen, dass durch blocken aufklärender Kommentare auf faz.net Herrn Stauns Überführung verhindert werden soll.

      Ist beim Querbeet-Schreiben wohl etwas durcheinander geraten 🙂

    • Thomas Worldwidewipf 7. Mai 2012 / 13:44

      Ich habe als registrierter FAZ-Online-Leser eine Richtigstellung versucht in Sachen Moews. Sie wurde nicht veröffentlich obwohl sie sachlich war und freundlich im Ton. Das stinkt gewaltig.

  5. Anonymous 30. April 2012 / 08:03

    Endlich mal ein Artikel der über bloßes Abschreiben hinaus geht.

  6. Anonymous 29. April 2012 / 22:38

    Gratulation. Du hast aufgepasst. Das ist wirklich verantwortungsvoll aufgearbeitet worden. Ich ziehe sämtliche Hüte!

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