CORONA: Das ist alles – nur nicht das, was es ist.

Warum die Rechte mit der Pandemie nicht klarkommt.

Berlin, Charité, März 2020

Was man nicht alles zugespült bekommt, zusammen mit den unvermeidlichen Nachrichten über die Corona-Pandemie: „Alles eine gigantische Verschwörung“, „Die wahren Ursachen werden wir nie erfahren“, „verdeckter Staatsstreich“ oder gar „Die Epidemie gibt es gar nicht“. Das sind nur einige wenige der kursierenden Meinungen, Videos, Interviews usw. Abenteuerliche Erfindungen, altbekannte Halbwahrheiten, Verdrehungen, Umdeutungen, wie man sie im Prinzip kennt, nur befinden sich viele noch offensichtlicher abseits der greifbaren Realität und der schlichten Einsicht ins Tatsächliche als sonst. Der Übergang zur normalen Diskussion von Meinungen und Sichtweisen in pluralen Gesellschaften ist dabei fließend. Die meisten von ihnen kommen aus und schlagen Wellen besonders im politisch rechten Spektrum. Warum?

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Frauke Petrys Appetit

AFD-Vorsitzende Frauke Petry möchte den Begriff „völkisch“ gerne benutzen können, ohne dafür als Rassistin und Nazi tituliert zu werden. Sie möchte gerne, dass der Begriff rehabilitiert wird, dass er von negativen Besetzungen entlastet wird. Weil er zum Begriff „Volk“ eben dazugehöre.

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Das kann sie sich natürlich wünschen, sich und allen, die diesen Wunsch mit ihr teilen. Bei manchen Wünschen fragt man sich allerdings: warum bloß? Könnte doch gerade dieser Wunsch zum Beispiel auch so formuliert werden: „Ich würde gerne Scheiße essen können, ohne dass jemand sagt: Du hast da gerade Scheiße gegessen.Weiterlesen