Rätselhafte Bilder aus der Vergangenheit

lichtEs ist soweit: Mein neuer Roman ist erschienen. Es hat ein Weilchen gedauert, aber mit dem Verlag Axel Dielmann aus Frankfurt und seinem engagierten Verleger kamen am Ende die Richtigen zusammen: Autor, Manuskript, Verlag – Roman.

Worum geht es in „In uns ist Licht“?

Es geht um ein geheimes Liebespaar im 19. Jahrhundert, einen Mord und um drei Menschen der Gegenwart, die seine Spuren verfolgen und sich ungeahnten Herausforderungen stellen müssen. Es geht um Paris und Berlin. Es geht um Bilder aus Porzellan. Es geht um das Verlangen nach Würde und Freiheit und um seine Unterdrückung. Es geht um Liebende, Künstler und Neugierige, um Aufklärung und Ernüchterung.

Der Verlag schreibt dazu:
„Die Wucht des Verliebtseins, die Härten der Heimatlosigkeit, die Macht von Freundschaften und Empathie sind Michael Wäsers große Themen – er berührt mit seinem Erzählen, weil er die Gefährdung all dessen ständig ergreifend mit erzählt.“

Der Roman ist als wunderschöne, fadengeheftete Hardcover-Ausgabe von 280 Seiten mit Lesebändchen überall im Buchhandel erhältlich (Mein Tipp: unterstützen Sie Ihre lokale Buchhandlung oder bestellen Sie autorenfreundlich online hier , Preis: 20 Euro.

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Nur ein Bild

zum besseren Betrachten bitte anklicken
Zum genaueren Betrachten bitte anklicken. Quelle: National Gallery, London

 

Es ist früh am Morgen, der Kaffee ist bereit, seine Treibladung zu zünden, die ersten Mails fliegen ein. Darunter, wie jeden Tag, ein Bild. Quasi im Abo bekomme ich jeden Morgen eine kleine Reproduktion eines Gemäldes geschickt, irgendetwas aus der Kunstgeschichte dieser Erde, eine liebgewonnene Gewohnheit ist es mir so geworden, morgens mit als erstes einen Blick auf Kunst zu werfen. Und dann das. Ich kenne das Bild, schon seit langer Zeit. Schon damals, ich muss noch Schüler oder Student gewesen sein, hat es mich geflasht. Jetzt ist es wieder da. Viel ist geschehen auf der Welt, seit damals. Und noch immer brennt mir das Bild im Gemüt, wenn ich es ansehe, es brennt und wärmt zugleich, begeistert und erschreckt. Dabei ist es ein echt ödes Bild, eine kleine Holztafel mit Farbe darauf, viel passiert da nicht, eigentlich gar nichts. Da sitzt einer und liest. Drumherum nichts, ein Haus, ein großer Innenraum vielmehr, ein Löwe schlendert entspannt da herum, ungewöhnlich, aber überhaupt nicht dramatisch, der Kerl, der liest, lässt sich davon nicht stören. Vögel flattern an den glaslosen Fenstern, draußen Italien, der warme Sommerwind durchweht das Haus, man möchte sich einfach ein kühles Getränk mixen und vielleicht ein bisschen den zahmen Löwen kraulen. Oder sich ebenfalls eins der Bücher schnappen und lesen. Und den Löwen kraulen. Weiterlesen