Walter und ich machen einen drauf

Wie Medien auf „berlin mosaik“ reagieren

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Meine satirische Website „berlin mosaik“ hat die Aufmerksamkeit nationaler und internationaler Medien auf sich gezogen – was mich außerordentlich freut. Schließlich habe ich mit dem Konzept und noch mehr mit den digitalen Mosaik-Imitationen saumäßig viel Arbeit gehabt! Die Spanne der dortigen Beurteilungen reicht über die ganze Skala zwischen heller Freude und Übelnehmen. Es ist Satire, da gehört das zum Geschäft, außerdem berührt es das Ost-West-Thema, was erfahrungsgemäß vermintes Gelände darstellt. Man weiß wirklich nie, wo das nächste hochexplosive Fettnäpfchen lauert. Was mich jedoch wunderte bei den bisherigen medialen Meinungen zu meiner Neufassung des monumentalen Mosaiks am Berliner „Haus des Lehrers“: Unabhängig davon, ob sie sie mögen oder nicht – viele sehen darin vor allem eine Kritik am Original. Weiterlesen

Was der Präsident wünscht

DSCF1099Ein Auszug aus „Warum der stille Salvatore eine Rede hielt“. Lesen Sie es ruhig als Kommentar zum wachsenden Nationalismus in Europa. Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Ereignissen und Personen sind natürlich vollkommen zufällig und unbeabsichtigt.

Die Unabhängigkeitserklärung des Staates Bovnik, die gemeinhin als Grund für den Krieg mit dem einstigen Mutterland Thunak angesehen wurde, war eigentlich gar nicht der Grund, nicht einmal der Anlass, sondern eine Folge des Kriegsausbruchs. Wie es dazu kam, und in welcher ursächlichen Reihenfolge, darüber gab es vom ersten Moment an unterschiedliche, ja völlig unvereinbare Auffassungen, je nachdem, welche Seite sich dazu äußerte – schließlich befand man sich ja nach Beginn des Krieges eindeutig in verfeindeten Positionen. Unbeteiligte Instanzen wie die Vereinten Nationen oder einige Nachbarländer, die alle von der Entwicklung überrascht worden waren, versuchten, wenn sie einigermaßen bei Trost waren, erst gar nicht, das Gewirr von Gerüchten, Fehlinformationen, Lügen und Beweisen zu ordnen. Diejenigen, die es dennoch taten und die eine oder die andere Version der Geschehnisse favorisierten, machten sich damit entweder Bovnik oder Thunak zum Feind, wurden von der Regierung des einen oder des anderen Kleinstaates mit den absurdesten Beleidigungen überschüttet, ihre Staatsangehörigen mussten das jeweilige Land sofort verlassen und alle Beziehungen wurden abgebrochen. Glücklicherweise stellten sich nur wenige Staatsregierungen so abgrundtief dumm an. Weiterlesen