Gold, Trump und das Nichts

Donald Trump ist maßlos, überheblich, egomanisch, dumm, prunksüchtig und skrupellos – der perfekte absolutistische König. Und genau das wäre er auch gern.

Donald Trumps Vater war ein sehr, sehr erfolgreicher Geschäftsmann. Und ein mieses Schwein von einem Vater. Er war unnahbar, verzieh seinen Kindern nicht den kleinsten „Fehler“ und sowieso war das einzige, das er als Qualität anerkannte, Erfolg. So wie seiner. Nur diesen. Ohne Erfolg: wertlos. Von den tausenden möglichen Eigenschaften und Potenzialen, Interessen und Vorstellungen seiner Kinder/Söhne zählte für ihn nur diese eine, einzige. Er litt demnach unter einer schlimmen und für seine Familie verheerenden Persönlichkeitsstörung. Diese Art Probleme – die von den wenigsten damals als solche angesehen wurden – haben die Eigenschaft, sich weiterzuvererben, nicht genetisch, sondern über die Bedingungen, an die sich die Kinder anpassen müssen, wenn sie von den Eltern anerkannt werden wollen (und welches Kind will das nicht). Das hieß: ALLES in sich begraben, verraten, verdrängen, abwehren, was nicht diesen einen Anspruch erfüllte. Was für eine Perspektive! Trumps älterer Bruder ist ausgestiegen aus diesem üblen Spiel und schlug die Übernahme des väterlichen Geschäfts aus. Donald sprang ein, nachdem in einer Erziehungsanstalt das letzte bisschen eigene Persönlichkeit aus ihm herausgedrillt worden war. Denn er galt vorher als rebellisch, als ungehorsam, was natürlich inakzeptabel war in den Augen eines Vaters wie seinem. Er hatte sich also noch eine Zeitlang gewehrt, da war noch ein Ich gewesen, das natürlich (das ist es nie) nicht so war, wie seine Eltern sich das vorstellten. Nach der „Eliteschule“ jedenfalls war es nicht mehr da. Nur noch kümmerliche Reste des eigenen Charakters, jene, die zur Erfüllung des Auftrages seines Vaters von Nutzen waren. Jene, die man heute von ihm kennt. Weiterlesen

SCHRITTE – Neue Literatur in die Cafès!

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So wird sie aussehen, so wird sie (wieder) heißen

Sie können dabei sein, wenn ein einst phänomenal weit verbreitetes Literatur-Zeitschriftsprojekt wieder aufersteht: Der Frankfurter Axel Dielmann Verlag hat eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, um die „Schritte“ wieder erscheinen zu lassen, eine Literaturzeitschrift im Zeitungsdesign für Cafés im ganzen Bundesgebiet. Mit kleinen oder größeren Beträgen können Sie das Projekt noch bis zum 15. Februar unterstützen und dabei sogar hochinteressante Belohnungen bekommen – Schritte-Ausgaben von früher, Bücher, Abos und vieles mehr. Crowdfunding heißt: jeder kleinste Betrag (ab 5 Euro) ist willkommen, es darf aber auch mehr sein, denn so ein Projekt ist nicht mit links zu stemmen, und die künftigen AutorInnen haben auch was davon!

Folgen Sie folgendem link und folgen dann ganz ihren Interessen:

Trump: Invasion of the Body Snatchers

Immer wieder wundern wir uns über die Abstrusitäten, mit denen Trump und seine „Bewegung“ die Welt konfrontieren, übersehen dabei jedoch, was es damit wirklich auf sich hat. Bis wir genauso sind wie sie.

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Tea Party & co

Die sogenannte „Tea-Party“ ist nicht einfach eine politische Strömung der republikanischen Partei, sie ist eine Sekte. Sie bereitete den traditionellen, „vernünftigen“ Republikanern von Anfang an Bauchschmerzen, weil sie nicht nur extreme, sondern irrationale, unsinnige Forderungen und Positionen vertrat. Doch wurde sie „unerklärlicherweise“ immer stärker, und nun hat sie zusammen mit alt right, der nationalistisch-extremistischen Rechten, fürs erste sogar die Macht übernommen. Ein Anführer von außen hat die Tea Party, alt right, fundamentalistische Strömungen und faktisch auch gleich die ganze, alte republikanische Partei an sich gerissen, sich an ihre Spitze gestellt, und nun hat die Sekte einen Sektenführer. Weiterlesen

Noch ne Ankündigung:

Schön traditionell und tradtionell schön: Das Kernteam von SoNochNie liest im Dezember wieder in der Pankower Bibliothek. Diesmal tragen wir Texte rund um das obige Thema vor, die mal brandneu, mal bereits lesebühnengestählt sind. (v.l.n.r: Frank Georg Schlosser, Michael Wäser, Angela Bernhardt, Ulrike Warmuth, Leovinus) Der Eintritt ist frei, die Bibliothek legt sich wie immer ins Zeug und bietet für kleines Geld Getränke und auch was zu Knabbern.
Donnerstag, 8. Dezember, 19:30 Uhr Janusz-Korczak-Bibliothek Pankow.

Für_Wort: Neuer See im Naumann Drei

Das Trio Susanne Riedel, Matthias Rische und Michael Messer lädt einmal im Monat ins Schöneberger Café Naumann Drei zum literarisch-musikalischen Programm Für_Wort. Im November gehörten Inka Bach und ich mit Auszügen aus unserem Projekt zum Neuen See im Berliner Tiergarten zu den lesenden Gästen. Ebenso lasen die Lyrikerin Maria Marggraf und natürlich die drei Gastgeber. Der norwegische Singer-Songwriter Johannes Broch-Due gab einige seiner englischsprachigen Songs zum Besten – und zum Schluss auch einen in norwegischer Sprache.

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Ankündigung:

fwnovEin Jahr lang trafen wir, Inka Bach und ich, uns etwa jeden Monat einmal am Neuen See im Berliner Tiergarten und schrieben anschließend jeder einen Text – über den Neuen See, über Berlin, über uns, über das, was in der Luft lag und in der Welt. Noch ist die Arbeit an diesen Texten nicht ganz abgeschlossen, aber vorstellen können wir einige davon doch. Matthias Rische lud uns dazu für den 24. November zur Lesebühne Für_Wort ein, und wir nahmen dankend an. Ich bin gespannt, wie das Publikum unsere Texte aufnehmen wird. Außerdem bin ich ungeduldig, die anderen Beiträge zu hören, denn die lassen einen wirklich eindrücklichen Abend erwarten.

Frauke Petrys Appetit

AFD-Vorsitzende Frauke Petry möchte den Begriff „völkisch“ gerne benutzen können, ohne dafür als Rassistin und Nazi tituliert zu werden. Sie möchte gerne, dass der Begriff rehabilitiert wird, dass er von negativen Besetzungen entlastet wird. Weil er zum Begriff „Volk“ eben dazugehöre.

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Das kann sie sich natürlich wünschen, sich und allen, die diesen Wunsch mit ihr teilen. Bei manchen Wünschen fragt man sich allerdings: warum bloß? Könnte doch gerade dieser Wunsch zum Beispiel auch so formuliert werden: „Ich würde gerne Scheiße essen können, ohne dass jemand sagt: Du hast da gerade Scheiße gegessen.Weiterlesen